Die Goldlandrunde

Eine der »kleinen Runden« rund um den »Gustav-Ströhmfeld-Weg«

Länge: 10,6 km
Start und Ziel: Bahnhof Dettingen-Mitte
Auf- und Abstiege: 426 m
Geeignet für: Wanderer, Familien

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Vom Bahnhof Dettingen-Mitte aus wandern Sie den Wegzeigern goldlandrunde entlang über die Bahnhofstraße und die Kreuzgasse bis zum Fachwerkhaus icon_sehenswuerdigkeit »Zwiefalter-Hof«. Sie folgen der Straße, überqueren die Erms und gehen über die Neuffener Straße bergauf zur icon_sehenswuerdigkeit Königshöhe.
Der schmale Pfad vorbei an diesem Haus führt durch eine Nussbaumallee zum icon_sehenswuerdigkeit Tuchhäusle.
Weiter geht es den Wegzeigern goldlandrunde folgend zum Sattelbogen mit dem icon_sehenswuerdigkeit Soldatengrab, das an ein tragisches Ereignis der letzten Kriegstage des Zweiten Weltkriegs erinnert.
Auf dem »Gustav-Ströhmfeld-Weg« erfolgt der Aufstieg goldlandrunde zum icon_sehenswuerdigkeit Hörnle. Hier haben Sie den den höchsten Punkt der Wanderung mit 707 m über NN erreicht.
Sie wandern weiter auf dem Höhenrücken entlang bis zum icon_sehenswuerdigkeit Schillingskreuz und weiter bis zur icon_grillstelle Schutzhütte mit der Grillstelle Schillingskreuz.
Bergabwärts geht es über das »Pfarrwegle« bis zum icon_grillstelle Grillplatz Gaisbuckel »Paradiesweg«. Der »Paradiesweg« führt am Waldrand entlang zum icon_sehenswuerdigkeit Naturschutzgebiet Goldland-Klausenberg. Verschiedene Orchideenarten wie die Bocks-Riemenzunge, die Hummel-Ragwurz, aber auch seltene Enziansorten und Wildrosenarten sind hier zu finden.
Beim Abstieg durch die Obstwiesen goldlandrunde, vorbei an einer Hühnerfarm hinunter durch das Gewann »Gfäll« bietet sich ein eindrücklicher Blick auf Dettingen.
Der »Gfällweg« mündet in die Sägmühlengasse. Nach rechts gehend über die Hülbener Straße überqueren Sie die Erms und das icon_sehenswuerdigkeit Mittlere Backhaus zeigt sich kurz danach auf der rechten Seite. Durch die verkehrsberuhigte Zone der Dettinger Ortsmitte, vorbei an der Stiftskirche, schließt die »Goldlandrunde« am Bahnhof.

Entdecken Sie in der »Goldlandrunde« ...

Zwiefalter Hof

1593 erbauter Pfleghof – Sammel- und Lagerort der Zehnten, Zinsen und Gülten – mit Scheuer und Keller des Klosters Zwiefalten. Bis 1750 im Besitz der Benediktinerabtei Zwiefalten, die ab ihrer Neugründung 1089 in Dettingen einen großen, durch Schenkungen erlangten Besitz hat. Der eichene Vorbau mit Rundbogentüre im Innenhof stammt aus einer Vorgängerbebauung, wohl ältester Kellerabgang Dettingens. Im Innenhof Wappen des Klosters Zwiefalten, das dieses ab dem 14. Jahrhundert führt. Die imposante Fachwerk-Giebelseite weist apotropäische (gegen Geister, Dämonen) Schnitzereien auf.

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Foto: © Albrecht Arnold
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Foto: © Carolin Arnold
Königshöhe

1926/27 erstellt von Zimmermeister Karl König (1885–1968), als Erholungsheim eröffnet, später firmierend als Kurhaus. 1938 im Besitz der Firma G.M. Eisenlohr, im Krieg beschlagnahmt, ab 1950 wieder Eigentum von Eisenlohr, ab 1964 Besitzer die diakonische Einrichtung »Haus am Berg«, Urach, ab 2004 gerontopsychiatrisches Pflegeheim der Bruderhaus-Diakonie Reutlingen.

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Foto: © Albrecht Arnold
Tuchhäusle

Die zu unbekannter Zeit errichtete Hütte diente als Schutzraum bei aufziehendem Unwetter. In unmittelbarer Nähe wurden die in den Hauswebereien hergestellten Tücher zum Bleichen ausgelegt. Bis heute als Unterstand für Wanderer erhalten. Ein Eldorado für Kräuterkundige ist ein oberhalb des Tuchhäusles gelegener Wildacker mit vielen verschiedenen Kräutern.

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Foto: © Albrecht Arnold
Soldatengrab

Erinnerungsgrab am Sattelbogen für den am 23. April 1945 in unmittelbarer Nähe getöteten Obergefreiten Friedrich (Fritz) Schur aus Kohlberg, geb. 1908.

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Foto: © Albrecht Arnold

Hörnle

Eine Schautafel auf dem Gipfel (707 m über NN) informiert über den jahrelangen und erfolgreichen Kampf in den 1950er-Jahren um den Erhalt des markanten Bergrückens, federführend dabei der Schwäbische Albverein unter Leitung seines Präsidenten Georg Fahrbach.

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Foto: © Albrecht Arnold
Schutzhütte und Grillstelle »Schillingskreuz«

In unmittelbarer Nähe des Schillingskreuzes befindet sich eine einfache Schutzhütte, benachbart eine Grillstelle.

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Foto: © Albrecht Arnold
Grillstelle am Paradiesweg »Goldland«

Drei große Grillplätze mit Bänken, teilweise auch mit Tischen, laden zur gemütlichen Rast ein. Von hier aus bietet sich eine eindrückliche Sicht über das Ermstal – der Blick schweift vom Hohen Urach über den Roßberg zum gegenüberliegenden Calverbühl, weiter bis zum Hofbühl und dem Metzinger Weinberg ...

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Foto: © Albrecht Arnold
Schillingskreuz

Gedenkstein für einen im Jahr 1341 auf der Bärenjad bei/in der Schillerhöhle (auch Schillingsloch genannt) nahe des Hohen Wittlingen schwerverletzten und hier auf dem Heimtransport nach Neuffen gestorbenen Herrn von Schilling. Einst stand hier ein Gedenkstein mit Kreuz, daher der Name Schillingskreuz.
Die Ebene südwestlich des Gedenksteins war bis zum Beginn dieses Jahrhunderts landwirtschaftlich genutzt.

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Foto: © Helmut Hauber
Flora und Fauna

Eine echte Oase ist das Naturschutzgebiet Goldland-Klausenberg. Verschiedene Orchideenarten wie die Bocks-Riemenzunge, die Hummel-Ragwurz, aber auch seltene Enziansorten und Wildrosenarten sind hier zu finden.
Flyer der Gemeinde zum Naturschutzgebiet



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Foto: © Erich Jud
Goldland

Im so bezeichneten Gewann fand man um 1900 sogenannte »Regenbogenschüsselchen« – keltische Geldstücke aus Gold mit etwa 2 cm Durchmesser, leicht vertieft und verziert mit abstrakten Symbolen. Abergläubische deuteten sie als vom Ende eines Regenbogens abgetropfte Glücksbringer.

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Mittleres Backhaus

Eines der drei Dettinger Gemeindebackhäuser. Eine erste feuerpolizeiliche Verordnung zum Bau von Gemeindebackhäusern war 1785 durch Herzog Carl Eugen erfolgt; erneuert durch Generalverordnung 1808. Gründe hierfür – neben der größeren Feuersicherheit – war vorrangig Holzersparnis. Errichtet wurden sie gegen anfänglichen jahrzehntelangen Widerstand der Bevölkerung.
Um 1960 wollte man die in die Jahre gekommenen Backhäuser stilllegen oder gar abreißen. Durch engagiertes Handeln des Bürgermeisters entstanden genutzte Schmuckstücke, die seit 1978 im Mittelpunkt der zweijährigen Backhaushocketen stehen.

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Foto: © Christel Kleih